Sonntag, 20. April 2008

Wenn Künstler kochen

Kreativ Kochen wird für die wenigsten ein völlig neuer Begriff sein. Mein Bruder zum Beispiel versteht darin das wirre zusammenschmeißen von Zutaten und Gewürzen, so dass am Ende nur noch Leute mit Bundesheer oder langjähriger Kantinenerfahrung dazu in der Lage sind, das Endprodukt zu essen.
Bei mir schaut die Sache ein bisschen anders aus. Durch die ersten Frühlingsstrahlen zwischen meinen Bücherregalen hervorgelockt, hat mich die gesamte Uniwoche der Wunsch geplagt, einen Gemüseeintopf zu kochen. Für waghalsige Küchenexperimente bleibt mir allerdings zur Zeit nur der Sonntag, weil ich unter der Woche zu lange Uni habe und nicht einsehe, warum ich früher aufstehen soll nur um zu kochen.
Deshalb hab ich mich heute ausgeschlafen in die Küche gestellt, und mit extra eingekauftem frischen Gemüse einen kleinen Eintopf zusammengestellt:
Dem geübten Auge wird die Zusammenstellung nicht entgangen sein:
Lauch
Erdäpfel
Kohlrabi (als Erdäpfel getarnt)
Karotten
Ursprünglich wollte ich Karfiol dazugeben und keine Karotten. Aber dann hatte ich Lauch, Erdäpfel und Kohlrabi schon geschnitten, und sie haben von Frabe und Form her so schön zusammengepasst, dass ich sie nicht mit den Blumenstraußartigwachsenen Karfiolröschen zusammenwerfen wolle. Dafür habe ich als finalen Farbtupfer Karotten dazugetan, die meine Farbzusammenstellung perfekt abgerundet haben.
Auch beim Würzen wollte ich den Frühling/Sommer (je nachdem wie sich der Aprilwettergott gerade entscheidet) etwas Einzug halten lassen; außerdem hat mich ein Gedanke beim Aufwachen nicht losgelassen: "Rosmarin. Rosmarin..." Den hatte ich leider nur in meinen Kräutern der Provence zu Hause, dafür habe ich den Mangel mit Thymian kompensiert. Etwas Salz & eine kleine Prise Suppengewürz- perfekt!

Als Beilage gab es übrigens noch Hirse. Die hielt zwar die Igluform beim Servieren nicht perfekt ein, aber meiner Meinung nach war das Anrichten dennoch gelungen:

(Arthis Teller)

(Mein Teller, am bunten Löffel erkennbar)

Ja- mein Auge hat manchmal doch mehr Hunger als mein Magen ;)

2 Kommentare:

Arthi hat gesagt…

Und wir merken jetzt mal nicht an, dass der ursprüngliche Zweck dieses Gerichtes war, dass der Karfiol weg sollte (der es dann ja nicht in den Eintopf geschafft hat..) *gg*

Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.