Samstag, 29. März 2008

Es tönen die Lieder

Es tönen die Lieder
Der Nachbar kehrt wieder
Er schreit durch die Türe:
MUSIK LEISER!!!!

Wisst ihr, was der Nachteil ist, in einem Mehrparteienhaus zu leben? Nicht die ständig wiederkehrenden Nachbarn die um PC Rat bitten, auch nicht Cerberus oder gelegentlich durchdringende Schreie aus den Nachbarwohnungen (jaja, was die Nachts wohl immer treiben...). Nein, damit könnte ich leben, auch wenn der letzte Umstand auf unser größtes Problem hinweist: verdammt dünne Wände. Nicht so schlimm wie Papierwände aus in , aber wenn es in der Wohnung leise ist -was zugegebenermaßen selten genug vorkommt- hört man sogar das zarte Telefonklingeln der Nachbarin durch (oder deren Rauchmelder, je nachdem wo es brennt...). Und das bei drei bzw. zwei Metallern, die nichts lieber tun als den ganzen Tag Musik zu hören, vorzugsweise laut und mit sehr, sehr viel Bass.
Und genau das ist unser Problem, bzw. das unserer Nachbarn. Die mögen keinen Metal. Besonders nicht wenn er mitten in der Nacht aus den Nachbarwohnungen kommt.
Ja, und deshalb haben sie sich dann doch irgendwann einmal dazu entschieden sich bei uns zu beschweren. Nur, weil man die Musik teilweise noch 2 Stockwerke unter uns gehört hat. Dummerweise haben wir von den Beschwerden nicht viel mitgekriegt, weil unsere Wohnung von einem irrsinnigen Genie konstruiert wurde, dass die Klingel an den Anfang der Wohnung gesetzt hat- und die Schlafzimmer ans andere Ende, so dass wir keine Chance haben die Klingel bei abgeschaltener Musik zu hören... eigentlich können wir von Glück reden, nicht bereits von der Polizei überrannt worden zu sein... ;)

Das wahre Opfer unserer Musik sind allerdings nicht die Nachbarn, sondern Arthi, der es mittlerweile aufgegeben hat, selbst Musik zu hören. Warum?
Sein Zimmer liegt auf der einen Seite des Ganges (nicht der in Indien!), Josh und das Meine auf der anderen. Bei offenen Türen kommt es also zu interessanten Musiküberschneidungen, die sich genau in seinem Zimmer treffen, da seine Zimmertür ungefähr auf halbem Weg zwischen den beiden Zimmern liegt. Wenn ihr diese Szenerie zu Hause nachstellen wollt, macht folgendes: Nehmt zwei beliebige Musikquellen und positioniert sie an zwei verschiedenen Enden eines Raumes, am besten mit zwei möglichst verschiedenen Musikrichtungen, zB Irish Folk Rock und Dark Wave. Danach stellt ihr beides auf Über-Zimmerlautstärke und setzt euch auf einen Sessel zwischen den beiden Anlagen. Wenn ihr mutig seit, könnt ihr versuchen endgültig in Arthis Haut zu schlüpfen: Nehmt eine dritte Musikquelle und stellt sie direkt vor euch ab, aber nicht zu laut, weil ihr im Gegensatz zum Rest der Welt keine anderen Leute stören wollt.

Wenn Arthi rechtmäßig gute Mitbewohner hätte, könnten die ihm natürlich Ohropax oder Kopfhörer schenken, damit er trotzdem in Ruhe Musik hören kann. Als chaotisch gute (bzw. chaotisch böse, ich sag jetzt allerdings nicht auf wen von uns was zutrifft) Menschen haben wir uns dazu entschlossen, ihm eine Wackenkarte zu schenken. Im Endeffekt läuft es auf das selbe hinaus, wenn Arthi ohne Gehörschutz auf einem Festival rumläuft: Er hört unsere Musik nachher definitv nicht mehr.

Montag, 10. März 2008

Spontane Stofftierentenvermehrung

Liebe Kinder, nehmt euch den folgenden Blogeintrag zu Herzen. Hätte ich vorher gewusst, welche Konsequenzen mein Handeln hat, hätte ich es zwar trotzdem getan, aber ich wäre nicht ganz so überrascht gewesen.

Peter, meine Stoffente, feiert dieses Jahr zu Ostern seinen ersten Geburtstag. Vor ziemlich genau zwölf Monaten war ich beim Billa einkaufen, geh an den Osterartikeln vorbei- und seh diese arme kleine Ente, in Plastik eingeschweißt, die Flügel zusammengebunden... natürlich habe ich ihn und seinen Bruder Peter befreit, der seit dem bei einer Freundin von mir untergekommen ist.

Da nun Stoffenten nicht gern allein sind und mich die Frühlingsgefühle eingeholt haben, konnte ich nicht widerstehen und habe Peter zwischen zwei Vorlesungen eine kleine Freundin besorgt. Nachdem sie während der Vorlesung mit mir in der ersten Reihe sitzen durfte (ich weiß nicht obs der Prof gesehen hat...), und das Thema "Deutsche Heldensagen des Mittelalters" war, war der Name der kleinen Stoffente schon besiegelt: Kudrun.

(Links Kudrun, Rechts Peter- ein süßes Paar!)

Leider musste ich die beiden frisch verliebten Enten gleich alleine lassen, da ich aufgrund eines Notfalls in der Familie nach Hause gerufen wurde. So zusammengekuschelt haben die beiden dann das gesamte Wochenende verbracht, und als ich nach Hause gekommen bin, hatte sich die ganze Szenerie plötzlich ein kleines bisschen verändert:



Na, wem fällt der Unterschied auf?
Und das alles nur, weil ich vergessen habe, Peter und Kudrun ausreichend aufzuklären. Ihr seht liebe Kinder, was passiert wenn ich eure Stofftierchen sehr, sehr lieb haben und sich nicht ausreichend schützen!

Übrigens sind wir noch auf der Suche nach einem Namen für die kleine Ente, die verblüffende Ähnlichkeiten mit ihrer Mutter UND ihrem Vater aufweißt. Die Schnabelform hat sie eindeutig von Kudrun, das süße kleine Haarbüschel am Kopf vom Peter. Wer einen Vorschlag hat, wie wir das kleine Mädchen benennen soll, bitte einfach als Kommentar posten- es sollte eine schöne Stilmischung aus "Peter" und "Kudrun" sein!