Freitag, 21. September 2007

Computer Probleme und wie man sie mit Schildkrötengeschlechtsverkehr lösen kann

Oh ja. Auch in einer WG mit zwei Informatikern gibt es sie- und zwar zu Genüge. Der einzige Unterschied zu meinem bisherigem Leben ist der Umstand, das ich bis ich Hilfe finde, nur eine Tür weiter gehen muss. Oder im Idealfall nicht einmal dass...

Das größte Problem, mit dem wir hier zur Zeit zu kämpfen haben, ist unserer W-Lan Router. Der steht auf dem Rücken einer Ikea-Stoff Schildkröte, eine Anspielung auf die Scheibenwelt des Fantasy Autors schlechthin: Terry Pratchett. (Wer's nicht kennt: schnell lesen! Ihr verpasst was!)

So kommt es, dass unser Internet entweder im 15 Minuten Takt ausfällt, unser Internet für längere Zeit überhaupt getrennt wird oder zumindest ICQ (bzw. Miranda) gar nicht mehr will oder sich auch alle paar Minuten trennt. Ich will mich jetzt nicht unbedingt als chatsüchtig beschreiben, aber wenn mans ich mitten in Konversationen befindet, und das Internet permanent den Geist aufgibt...

Deshalb ist es mittlerweile fast normal geworden, dass zumindest ein Informatiker beim Router rumsteht und ihn hilflos bis wütend anstarrt. Meine eigene Kompetenz zu helfen beschränkt sich leider auf ein Minimum, dafür ist meine Ungeduld im Falle eines Internetausfalls umso größer!

Unter Umständen führt ein so apprupter Internetentzug bei mir zu einem Anfall akuter Langeweile. (Bei mir ein Ausnahmezustand, der nur durch solche Extremsituationen hervorgerufen werden kann!) Wer mich kennt weiß, wie ich auf Langeweile reagiere- aber auch den unwissenden Lesern soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, was passiert, wenn sich die Nebel der Langeweile in meinem Kopf ausbreiten und langsam Vernunft und rationales Denken einhüllen.

Zunächst muss die Langeweile aber einen bestimmten Grad überschreiten. Zunächst steigt sie auch nur langsam an- es gibt immer irgendetwas, das man noch schnell machen kann, während man darauf wartet, dass sich ICQ wieder mit dem Netzwerk verbindet. Aber wenn es dann immer länger dauert, und alle alternativen Beschäftigungen langsam ausgehen, erreicht mein Langeweilepegel langsam einen kritischen Bereich- Und dann passiert es. Von einer Sekunde auf die andere kippt ein Schalter in meinem Gehirn um, und der Wahnsinn nimmt Überhand. Wie er sich entfalltet, hängt dabei von der individuellen Situation ab- gerade heute fand er seinen Weg in Arthis Zimmer, in dem ein attraktive roter Sitzball mich magisch angezogen hat.
Zunächst begnügte sich das lauernde Tier in mir damit, Arthi beim "Master of Orion" spielen zuzusehen. Wahrscheinlich war auch hier erst der notwendige Pegel an Langeweile erreicht, um wirklichen Blödsinn anzurichten- aber wenn schon, dann richtig!

Ich erklärte Arthi, mir sei die universelle Lösung für alle unsere Routerprobleme bekannt, verschwand für ein paar Sekunden in mein Zimmer um meine eigene Ikea-Stoffschildkröte zu holen- und setzte sie dann in einer etwas... "gewagten" Pose auf die Router-Schildkröte. Dort blieb sie natürlich nicht lang liegen, weil gleich zwei Informatiker sie sanft in meine Arme zurückverbannten- nur weil diese Pose die W-Lan Antennten etwas umknickte..

Aber ich gab noch nicht auf! Ich schlug vor, das meine Schildkröte einfach den Part des Weibchens übernehmen sollte. Dann könnte die Routerschildkröte ohne weitere Beeinträchtigung der Antennen auf meiner Schildkröte "reiten", ihre Libido würde sich nichtmehr auf unser armes W-Lan entladen und wir könnten in aller Ruhe Internet surfen.

Irgendwie glaubten mir die Beiden nicht, und schimpften meine arme kleine Schildkröte pervers. Außerdem stellte sich ein bedauernswerter Mangel an Wissen über die Fortpflanzungsgepflogenheiten von Schildkröten heraus, von der Anatomie dieser entzückenden kleinen Panzerechsen einmal abgesehen. Kein Wunder, das die beiden nicht glauben, wie einfach sich unsere Internetprobleme lösen lassen könnten!

Donnerstag, 20. September 2007

Seid Willkommen!

Liebe Freunde und Wesen, die sich zufällig auf diese Seite verirren. Vor allem an Zweitere Gattung wendens ich die folgendenen Zeilen. Ich möchte dem neugierigem Leser nicht zu lange vorenthalten, was es mich diesem Blog überhaupt auf sich hat, denke aber, dass zumindest eine Vorstellung meiner Person von Nöten sein könnte.

Ich, das Kwiek, bin (fast) 20 Jahre alt, gehöre der weiblichen Hälfte der Weltbevölkerung an und beginne in einer guten Woche zu studieren. (Germanistik, Antrophologie und Komparatistik, falls es wen interessieren sollte ;) ) Weil ich ursprünglich aus einer Gegend komme, die zu weit von Wien weg ist -dem Uni Standort- musste ich nach umziehen, meine geliebten kwiekenden Haustiere zurück lassen und mich dem "Ernst des Lebens" stellen.

Das die ganze Sache allerdings nicht wirklich ernst werden konnte, so bald ich meine bunten Finger im Spiel habe, ist eine ganz andere Sache. Die Idee mit einer WG war dann -mehr oder weniger- die Idee von Josh und mir. (Josh = Informatiker nr°1). Später kam dann Arthi hinzu, seines Zeichens gebürtiger Bayer, der ebenfalls seine Heimat verlassen hat, um in Wien so zu tun, als würde er studieren. Mittlerweile habe ich eher das Gefühl, er hat das gemacht um hier soviele Kampfsportkurse zu belegen wie möglich- eine andere Geschichte. Er ist der zweite und letzte Informatiker dieser Gleichung.

Der eine oder andere Leser wird an dieser Stelle vielleicht schon aufgehorcht haben- Informatiker! Die mysteriösen Wesen, denen jegliche Form analoger Unterhaltung fremd zu sein scheint, und die normalerweise in dem RL "da draußen" nicht anzutreffen sind. Noch dazu handelt es sich bei den beiden hier vorhandenen Exemplaren um Geeks wie sie im "Lehrbuch" stehen- Rollenspielende, schwargekleidete, Metal hörende PC Freaks die ihr Notebook sogar ins Bad oder aufs Klo mitnehmen.

Der ultimative Gegenpol dazu bin ich ja nun nicht wirklich- Metal höre ich genauso, schwarz gekleidet bin ich meistens zu 50%, dafür sind mir Farben im Allgemeinem nicht fremd- die Malerei ist mein zweites Steckenpferd, besonders wenn ich mit einem Edding das Gesicht eines schlafenden Mitbewohners etwas "dekorieren" kann.

Dieses Blog soll nun das Logbuch des Selbstversuchs sein, der fürs erste auf ein Jahr begrenzt ist. Wie ergeht es mir mit zwei Informatikern- oder umgekehrt, wie ergeht es zwei Informatikern mit mir?

Ich garantiere Spaß, und ein Niveau, das man zumindest aus dem Keller holen muss. Wir bemühen uns aber um eine Direktverbindung zwischen Wien und der gegenüberliegenden Seite des Globus. Versprochen.

Das Kwiek