Sonntag, 18. November 2007

Es weihnachtet...

Draußen fällt der erste Schnee; die Christkindlmarktsaison beginnt; man überlegt fieberhaft, welche Verwanden einem dieses Jahr tödlich beleidigt haben und deshalb kein Geschenk bekommen- richtig, es wird Weihnachten!
In einer WG mit zwei Informatikern und einem Kwiek bemerkt man im normalen Jahresablauf keine Unterschiede zur Nicht-Weihnachtszeit. Gut, Adventskalender haben auch wir schon besorgt -zweimal Schokolade, einmal einen etwas Hochprozentigen. Laut letzterem ist Weihnachten übrigens schon in 20 Tagen.
Das wichtigste an Weihnachten ist uns allen natürlich das backen. Bzw. nur sekundär das Backen, dafür primär das Essen! Kekse sind das schönste an der Weihnachtszeit, vor allem wenn man sie nicht selbst machen muss. Auch die Weihnachtssüßigkeiten, die seit Anfang Oktober die Supermärkte überschwemmen, sind bei uns in der WG natürlich gern gesehen.
Trotzdem haben wir uns diese Woche gedacht: Weihnachten wirds, Zeit zum backen. Seht selbst, was rauskommt, wenn ein Informatiker bäckt:

Aber ich für meinen Teil vertrete schon lange die These, dass Pizzen Kekse sind. Es ist ein Teig, der ausgerollt wird, in Form gebracht und dann mit etwas belegt wird. Und wer sich jetzt denkt "Ja, aber auf eine Pizza kommt doch nichts süßes", den möchte ich an Hawai-Pizza erinnern. Oder an Gummibärli-Pizza. Oder Schokoladenpizza. (Hat das schonmal wer ausprobiert?) Fakt ist: Pizzen gehören zu der Familie der Kekse, womit Weihnachtsbäckerei um eine Nuance reicher geworden ist.

Dienstag, 13. November 2007

Invasion der Marienkäfer

Meistens sind wir ja nur zu Dritt in der WG. Bzw. zu Viert, wenn man Bob mit einrechnet- aber dazu ein Andermal.
Nun stand aber letztens, an einem der letzten schönen -und vor allem warmen- Herbsttage Arthis Fenster offen, um auch einemal frische Luft hineinzulassen. Wozu Informatiker so etwas brauchen ist mir zwar noch ein Rätsel, aber vielleicht hat ja der Computer einmal wieder frische Luft gebraucht?
Fataler Weise hat Arthi dem offenen Fenster dann den Rücken zugekehrt, um sich oben genannten Rechner wieder ohne Ablenkung widmen zu können. Als er sich dann das nächste Mal umdreht- ja, da hatte er plötzlich ein paar neue Mitbewohner. Süße, kleine, rote Marienkäfer auf der Suche nach einer Möglichkeit zu Überwintern.
(wenn das Bild nicht schon fast Postkartenreif ist...)
Die Konsultation von Wikipedia und meiner Wenigkeit ergab dann folgende Erkenntnisse:
1. Wenn man einen Marienkäfer im Zimmer hat, kommen viele andere, von Dufstoffen angelockt.
2. Nein Kwiek, wir füttern die Marienkäfer nicht durch den Winter. Weißt du eigentlich wieviele Blattläuse das wären? (Ein Marienkäfer frisst pro Tag ~100 Blattläuse. Rechnet das mal hoch... )
3. Die Marienkäfer dürfen auch NICHT im Kühlschrank überwintern. Auch nicht in einem Tupper Geschirr. Denn als erstes denken Marienkäfer im Frühjahr an Reproduktion... und so was passt nicht in eine Informatiker-WG.
Nachdem Arthi also entschieden hatte, sein Zimmer gemeiner Weise nicht mit den Marienkäfern zu teilen, beschlossen sich einer von ihnen zu bewaffnen, um der Deportation zu entgehen.
So kam es zu einer einzigartigen Schlacht: Arthi, nur mit seinen bloßen Händen (bzw. einem Blatt einfachen Blatt Papier) und seinem Krav Maga Wissen, gegen einen bis auf die Zähne bewaffneten japanischen Marienkäfer, dessen Waffenwahl auf ein Katana gefallen war. In einer etwas abgewandelten Version von Schere-Stein-Papier (Nämlich Katana-Käfer-Papier) lieferten sich Arthi und der namenlose Marienkäfer ein Duell auf Leben und Tod- das der Marienkäfer rätselhafter Weise verlor. Papier schlägt Schwert am Ende doch um Längen... so wurde der Marienkäfer hinausbefördert, in die eisige und bittere Kälte eines warmen Herbsttages... während Arthi weiterhin alleine in seinem Zimmer wohnt. So ein Egoist.